Donnerstag, 15. Januar 2026

Ein Winterspaziergang mit Opa

Es war frisch an diesem Nachmittag im Januar, als Elias seine kleine Hand in die große seines Opas legte und mit ihm einen Spaziergang durch die Felder machte. Die Luft war feucht und kalt und die Natur lag noch im Winterschlaf.

Elias, dessen Wissensdurst so groß war, wie der Ozean, blieb plötzlich stehen und zeigte auf den Schornstein eines alten Bauernhauses.

„Duhu, Opa, warum steigt der Rauch aus dem Schornstein heute nicht nach oben? Guck doch mal, der kommt ja gar nicht hoch bis zum Himmel.“

Opa blieb lächelnd stehen, rückte seine Mütze zurecht und meinte. „Das hast du ganz richtig beobachtet, mein Junge. Pass auf, ich erkläre es dir. Du musst wissen, dass die Natur manchmal einen kleinen Zaubertrick anwendet. Dann legt sie nämlich eine unsichtbare warme Decke über uns an den Himmel und dort, wo die Decke liegt, ist es warm. Kannst du das verstehen?“

Elias nickte heftig. „Na klar, wenn ich mich im Bett zudecke, dann wird mir auch ganz warm darunter.“

Opa schmunzelte. „Ganz richtig! Und nun stell dir vor, dass der Rauch nur bis zu dieser Decke kommt. Er schafft es einfach nicht, sie wegzuschieben. Er kommt nicht gegen diese Decke an und deshalb verteilt er sich darunter, also direkt über dem Dach sozusagen. Schau, und diesen kleinen Zaubertrick dürfen wir jetzt gerade beobachten und müssen gar nichts dafür bezahlen.“

Elias war begeistert und blieb ein paar Schritte weiter schon wieder staunend stehen, als er einen riesigen Erdhaufen auf der Wiese sah. „Und warum ist dieser Maulwurfshügel so hoch, Opa?“

„Was meinst du? Vielleicht wollte der Maulwurf seinen eigenen Aussichtsturm bauen!“

Doch Elias war nicht dumm und knuffte Opa in die Seite. „Das ist Quatsch, Opa!“

„Na klar ist das Quatsch, es ist nämlich so, dass der kleine Kerl im Winter besonders viel Arbeit hat. Da es oben frostig ist, graben sich die Regenwürmer tiefer in die Erde. Der Maulwurf muss also hinter ihnen her und viel tiefere Gänge graben als im Sommer. Und wohin soll er mit der ganzen Erde? Die schiebt er einfach mit seinen kräftigen Schaufelpfoten nach oben. Also kannst du dir eines merken: Je höher der Hügel ist, desto fleißiger war der kleine Baumeister in der Tiefe.“

Während sie weiterschlurften, sprudelten weitere Fragen aus Elias heraus:

„Opa, warum glitzern die Gräser heute so schön?“
„Das ist gefrorener Tau, Elias. Die Nacht heute war so kalt, dass die Wassertropfen vor Schreck zu winzigen Eiskristallen erstarrt sind. Und jetzt kitzelt die Sonne sie wieder wach und weil sie sich darüber so freuen, glitzern sie wie kleine Diamanten.“

„Die Bäume haben ja im Winter keine Blätter, nä Opa?“

„Das ist richtig und das können wir ja auch sehen“, bestätigte Opa.

„Aber es wäre doch besser, wenn sie welche hätten, oder? Jetzt müssen sie doch frieren, oder nicht?“
„Nein, sie müssen nicht frieren. Schau, die Bäume machen es ein bisschen so wie die Bären und halten einen Winterschlaf. Dafür zieht sich das Wasser in ihre Wurzeln zurück. Würden die Bäume ihre Blätter behalten, würden diese im Winter durch das Wasser, das sich darin befindet, erfrieren. Jetzt, so ganz ohne Blätter, schlafen die Bäume tief und fest, bis der Frühling sie wieder weckt.“

„Und im Frühling kommen die Vögel zurück, nä Opa! Aber woher wissen sie, wann sie zurückfliegen können?“, wollte Elias dann noch wissen.
„Ich glaub, die haben so etwas wie einen Kompass in ihrem Inneren und sie spüren eine innere Unruhe, wenn die Tage wieder heller und wärmer werden. Das Licht sagt ihnen wohl: ‚Jungs, es ist Zeit für die Heimreise!'“

„Und die Mädchen?“, fragte Elias entsetzt.

Opa lachte. „Du hast natürlich recht. Das Licht sagt: ‚Jungs und Mädels, auf geht’s nach Hause!“

Elias blickte mit großen, bewundernden Augen zu seinem Opa auf und drückte dessen große, raue Hand ganz fest. „Opa?“, sagte er leise.

„Ja, mein Junge?“

„Wenn ich groß bin, will ich auch so viel wissen, wie du!“

Opa drückte ein wenig berührt die kleine Hand sanft zurück, während die Sonne langsam rot hinter den Hügeln versank. „Ich weiß das alles nur, weil ich schon ein bisschen länger auf dieser schönen Welt spazieren gehe als du. Und das Beste daran ist, dass ich es dir alles erzählen darf, so wie mein Opa es mir erzählt hat.“

Zufrieden und mit einem Kopf voller neuer Wunder machten sich die beiden auf den Heimweg, wo Oma bereits mit heißem Kakao wartete.

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026


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Dienstag, 13. Januar 2026

Der kleine Ausreißerteddy

An einem Morgen, als der Frost die Gräser mit einer glitzernden Zuckerschicht überzogen hatte, hüpfte im tiefen Tannenwald das rote Eichhörnchen Puschel von Ast zu Ast.

Es verspürte einen leichten Hunger in seinem kleinen Magen, weshalb es sich auf den Weg zu seinem Winterversteck gemacht hatte.

„Da unten muss es sein“, murmelte es und landete geschickt auf dem weichen Waldboden neben einer alten Tanne.

Doch gerade, als es mit seinen flinken Pfoten im Laub zu scharren begann, nahm es etwas aus seinem Augenwinkel wahr. Dort lag ein Wesen, das das Eichhörnchen noch nie zuvor gesehen hatte und sogleich begann sein kleines Herz, wie wild zu schlagen.

Das Ding sah braun und pelzig aus und es schien tot zu sein, jedenfalls bewegte es sich nicht. Seine großen dunklen Knopfaugen, die starr in den Himmel blickten, machten Puschel richtig Angst, weshalb er lieber zwei Schritte zurückwich und seine Ohren aufstellte, um hören zu können, ob das Wesen vielleicht doch noch atmete. Vielleicht hielt dieses Ding auch einen Winterschlaf? Aber was, wenn es das gefährlichste Tier dieses Waldes war?

„Hallo, du kleiner Angsthase!“, krächzte es in dem Moment von oben. Puschel zuckte verschreckt zusammen und blickte hinauf. Dort saß ein Eichelhäher auf einem Ast und putzte sich die blau schimmernden Federn.

„Das ist ein Teddybär, du Dummchen. Die Menschenkinder schleppen sie oft mit sich herum. Der beißt nicht, der will nur geknuddelt werden“, sagte er und lachte sein krächzendes Lachen.

Zunächst traute Puschel der Aussage des Eichelhähers nicht, aber dann wurde seine Neugier größer als seine Angst. Vorsichtig schlich er näher heran und traute sich sogar, das Wesen mit seiner kleinen Nase anzustupsen. Es fühlte sich weich an. Und tatsächlich: das Ding schien völlig harmlos zu sein.

Neugierig umrundete Puschel das Objekt und sah ein kleines Schild, das jemand dem Teddy mit einem roten Band um den Hals gehängt hatte.

Aufmerksam und den Kopf drehend und wendend schaute er auf all die schwarzen Schnörkel, die darauf zu sehen waren. Doch er konnte nicht lesen. Das war ein Dilemma! Zu gerne hätte er gewusst, was dort stand.

Der Eichelhäher hatte die Szene genau beobachtet und meinte: „Leider kann ich auch nicht lesen. Aber die weise Eule kann es. Warte einen Moment. Ich werde zu ihr fliegen und sie bitten, mit mir zu kommen. Dann wissen wir bald, was dort steht. Warte hier!“

Puschel nutzte derweil die Zeit, um ein paar Nüsse aus seinem Vorrat zu verspeisen.

Wenig später hörte das Eichhörnchen das lautlose Rauschen von Flügeln. Die weise Eule landete majestätisch auf einer Wurzel ganz in seiner Nähe.

Die Eule hüpfte näher, beugte sich über das Schild und las mit tiefer, ruhiger Stimme vor: "Ich bin ein heiß geliebter Ausreißerteddy und unternehme gerne Abenteuerreisen. Aber eigentlich gehöre ich dem kleinen Linus, der im ersten Stock in der Mozartstraße 6 wohnt. Bitte bring mich nach Hause, wenn du mich findest.“

Puschel sah den Teddy an und dachte darüber nach, wie traurig er wäre, wenn er sein zuhause nicht mehr fände. Darum entschied er mutig: „Ich bringe ihn zurück!“

Vorsichtig und unter Beobachtung der Eule und des Eichelhähers packte er den Teddy am Ohr, warf ihn sich über die Schulter, was gar nicht so einfach war, da der Bär fast so groß war wie er selbst, und machte sich auf den Weg zum Waldrand.

Die Mozartstraße lag in einem ruhigen Wohngebiet ganz in der Nähe des Waldes, so dass Puschel nur eine einzige Straße mit klopfendem Herzen überqueren musste.

Bald kam er in der Mozartstraße 6 an, kletterte flink am Regenrohr empor, bis er den Balkon im ersten Stock erreicht hatte. Dort legte er den verlorenen Freund behutsam auf den Holztisch.

Danke, liebe Anita, für die Zurverfügungstellung des zauberhaften Videos. 😊

Hinter der Glasscheibe sah er eine Frau stehen, die gerade den Frühstückstisch deckte. Sie staunte, als sie das kleine Eichhörnchen sah, das den geliebten Teddy ihres Sohnes zurückbrachte und Puschel blieb starr vor Schreck mitten auf dem Tisch stehen. Nun klopfte sein Herz noch lauter, doch als er das Lächeln im Gesicht der Frau sah, wusste er, dass alles gut werden würde.

Gerade als Puschel verschwinden wollte, öffnete die Frau die Tür und legte eine Handvoll prachtvoller Nüsse auf den Tisch.

„Danke schön, du kleiner Helfer“, flüsterte die Frau, bevor sie die Tür wieder hinter sich schloss.

Puschel schnappte sich blitzschnell so viele Nüsse, wie er tragen konnte und flitzte zurück in den Wald, wo der Eichelhäher und die Eule geduldig auf ihn warteten und denen das Eichhörnchen zu gerne und voller Stolz von seiner mutigen Tat und der Belohnung berichtete.

Als der Abend dämmerte, saß Puschel in seinem Kobel. Vor ihm lagen sorgfältig aufgereiht die geschenkten Nüsse. Er blickte durch die dunklen Zweige hinauf zu den ersten Sternen und spürte eine ganz besondere Wärme in seiner Brust. Es war nicht nur der Pelz oder das gemütliche Nest, das ihn diese Wärme spüren ließ. Es war das wohlige Gefühl, jemandem geholfen zu haben.

Und als der Mond über dem Wald aufging, kuschelte sich Puschel in sein weiches Moosbett. In dieser Nacht träumte das Eichhörnchen nicht von Nüssen, sondern von dem Lächeln der Frau und davon, dass irgendwo in der Mozartstraße ein kleiner Junge seinen Teddy ganz fest im Arm hielt.

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026

 

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Sonntag, 11. Januar 2026

Ich kann nicht lennnkennn!!!

Es war ein Wintertag im Januar und über Nacht war eine gigantische Portion Schnee gefallen.

Max und Jara standen am Fenster und lachten über den Nachbarshund. Sein Frauchen hatte ihm den Namen Waldi gegeben, doch Max nannte ihn oft einen tiefergelegter Dackel. Heute verschwand er fast vollständig in der weißen Pracht. Nur seine Ohren sahen die beiden hin und wieder über die weiße Schneedecke fliegen.

„Komm, lass uns auch nach draußen gehen“, schlug Max seiner Schwester vor. Gesagt getan! Bald darauf zerrte Max einen alten Holzschlitten aus dem Schuppen.

„Puh, der stinkt wie ein nasser Hund“, rief Jara. „Warte, ich habe eine bessere Idee." Schon war sie wieder im Haus verschwunden, um bald darauf mit Mamas Wok zurückzukommen.

„Mit dem Ding willst du den Todeshügel herunterfahren?“, fragte Max entsetzt. Vielleicht war er auch neidisch, dass ihm diese Idee nicht gekommen war.

„Klar, mit dem Ding knacke ich jeden Geschwindigkeitsrekord. Wirst schon sehen! Aber verrat mich nicht bei Mama, okay? Sonst bekomm ich bestimmt Ärger.“

Max versprach es und die beiden machten sich auf den Weg Richtung Hügel.

Gerade als sie dort ankamen, tauchte auch ihr bester Freund Paul auf. Er sah aus, als trüge er drei Skihosen übereinander. Und so ging er auch.

Jara lachte: „Hey, Paul, du siehst aus wie ein aufrecht gehendes Marshmallow und was hast du da eigentlich unter deinem Arm klemmen?“

„Ich hab mir mal kurz das Backblech meiner Mutter ausgeliehen“, meinte er daraufhin.

Er hatte das Blech mit Alufolie umwickelt und von unten mit einer ordentlichen Schicht des guten Olivenöls präpariert.

Max war als Erster oben angekommen, schmiss sich bäuchlings auf seinen alten Holzschlitten und rief übermütig: „Bahn frei, Kartoffelbrei!“

Er war mit dem alten Schlitten recht schnell unterwegs, übersah allerdings einen kleinen Maulwurfshügel, der bald darauf wie eine Sprungschanze fungierte. Max hob ab, ruderte dabei mit seinen Armen wie ein junger Pinguin bei seinem ersten Flugversuch und landete mit dem Gesicht voran im Schnee.

Dann war Jara an der Reihe. Mit ihrem Wok war sie rasend schnell unterwegs. Allerdings entwickelte dieser eine Art Eigenleben. Statt den Hügel hinunterzufahren, begann sie sich mit ihrem extravaganten Gefährt wie ein Brummkreisel zu drehen.

„Mir wird schwindlig“, rief sie, während sie an Max vorbeirotierte. Sie drehte sich so schnell, dass sie am Ende des Hangs nicht anhielt, sondern einfach weiter über die gefrorene Wiese schlitterte und direkt auf einen Schneemann zusteuerte, der offensichtlich von anderen Kindern dort gebaut worden war. Als sie gegen den Bauch des Schneemanns stieß, verlor dieser seine Karottennase, die zielsicher in Klaras Kapuze landete.

Nun kam Pauls großer Moment. Er legte sein geöltes Backblech in die Spur, nahm Anlauf – was wegen der dicken Skihose eher einem langsamen Watscheln glich – sprang darauf, um sogleich in einem Affenzahn den Hügel herunterzurasen, was eher einem Höllenritt, als einer Schlittenfahrt glich.

„Ich kann nicht lenken! Ich kann nicht lennnkennn!“, brüllte Paul, als er mit Lichtgeschwindigkeit an seinen Freunden vorbeiraste und direkt auf eine Gruppe von Sträuchern zufuhr. Während das geölte Blech unter den Zweigen hindurch rauschte, blieb er mit seinem fetten Anzug in einem Strauch hängen.

Da hing er nun, unfähig, sich zu bewegen, während Max und Jara vor Lachen fast im Schnee versanken.

„Paul, du siehst aus wie eine Christbaumkugel für Arme“, prustete Max, während er versuchte, den Puderzucker-Schnee aus seinen Ohren zu schütteln.

„Hört auf zu lachen und helft mir lieber!“, rief Paul ein bisschen sauer.

Nachdem sie ihn aus dem Gebüsch gepflückt und die Karotte aus Jaras Kapuze wieder als Schneemann-Nase fungierte, beschlossen sie, dass sie für heute genug erlebt hatten und stapften zurück nach Hause, wo der Duft von frischen Waffeln und heißem Kakao bereits durch die Türritzen nach draußen drang.

„Morgen bauen wir eine Schanze mit Looping“, schlug Max vor.

Paul und Jara hingegen sahen sich an, dachten an das Backblech und den Wok und schüttelten synchron den Kopf.

„Ne“, meinte Jara, „morgen bauen wir erst mal einen vernünftigen Schneemann, der nicht bei der ersten Berührung seine Nase verliert.“

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026

 

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Samstag, 10. Januar 2026

Den Frieden wahren

Nachdem vor einiger Zeit der Deckel mit einem unsanften Ruck zugefallen war, war es in der Kiste dunkel und stickig geworden. Anschließend hatten sie dumpfe Schritte auf der Treppe wahrgenommen und wussten: jetzt wurden sie auf den Dachboden zurückgebracht, weil ihre Aufgabe für dieses Jahr beendet war. Die Weihnachtszeit war vorbei.

„Da liegen wir nun wieder“, brummte der Esel und versuchte vergeblich, seine hölzernen Beine zu sortieren. „Kaum ist der 6. Januar vorbei, sind wir nur noch alter Plunder, der im Weg rumsteht.“

„Es ist jedes Jahr dasselbe“, pflichtete ihm einer der Hirten bei, der mit dem Gesicht nach unten auf einem Strohstern lag. „Unten im Wohnzimmer haben sie gesungen und von Frieden auf Erden gesprochen. Aber kaum hatten sie den Baum abgeschmückt, hörte ich schon wieder, wie der Hausherr über die Nachbarn herzog und die Mutter mit den Kindern schimpfte.“

Der kleine Engel pflichtete dem Hirten bei: „Du hast recht. Die Botschaft der Liebe hält bei ihnen nicht länger als der Glanz der Christbaumkugeln.“

„Die Menschen scheinen vergesslich zu sein“, seufzte König Kaspar. „Sie stellen uns auf, weil es Tradition ist, aber sie nehmen unsere Botschaft nicht mit in ihren Alltag.“

Während die Figuren so über die Lieblosigkeit der Menschen klagten, bemerkten sie gar nicht, wie der Unmut auch unter ihnen wuchs.

„Aua!“ herrschte der Ochse den Esel an. „Nimm sofort deinen hölzernen Huf aus meinem Auge! Du trampelst auf mir herum, du störrisches Langohr, und merkst es nicht einmal!“
„Weil ich mich kaum bewegen kann, du Hornochse!“, gab der Esel bissig zurück. „Du nimmst mit deinem dicken Bauch den ganzen Platz ein. Wenn du schlanker wärst, könnten wir alle bequemer liegen.“

„Mäh! Ruhe jetzt!“, blökte ein Schaf dazwischen, das unter dem schweren Mantel eines Königs eingequetscht war. „Ihr denkt gerade nur an euch. Aber schaut mich an. Ich verliere hier bald meine gesamte weiße Farbe, weil ihr mich ständig gegen die raue Kistenwand drückt. Aber Hauptsache, ihr Großen habt es bequem!“

„Und was ist mit mir?“, rief der kleine Engel, der Angst um seine Flügel hatte. „Gerade hat ein Hirte seinen Hirtenstab direkt in meine Harfe gesteckt! Und was geschieht, wenn ihr mir einen Flügel abknickt?“

Der Streit wurde immer lauter. Vorwürfe flogen hin und her und es dauerte nicht lange, da wurden sogar alte Kränkungen aus den vergangenen Jahrzehnten hervorgeholt. Und so war auch in der dunklen Kiste nichts mehr von weihnachtlicher Harmonie zu spüren.

Doch dann durchbrach eine ruhige Stimme den Tumult. Es war Maria, die in ihrer weisen und sanften Art zu ihnen sprach: „Sagt, hört ihr euch eigentlich zu? Wir beklagen uns darüber, dass die Menschen den Frieden vergessen, sobald sie uns wegpacken. Aber schaut uns an: Kaum sind wir unter uns, tun wir genau dasselbe. Wir urteilen, wir schimpfen und wir vergessen, warum wir überhaupt hier sind.“

Betretenes Schweigen folgte ihren Worten. Dann fuhr sie fort: „Die Menschen sind wahrlich nicht perfekt und ja, sie verlieren das Licht manchmal aus den Augen; gerade dann, wenn ihr Leben laut und schwer ist. Aber genau deshalb gibt es uns. Wir haben eine wichtige Aufgabe! Wir sind die ‚Hüter der Erinnerung‘. Versteht ihr?! Deshalb frage ich euch, wie sollen wir in ihrer Welt als Zeichen des Friedens leuchten, wenn wir uns hier oben streiten? Wir müssen mehr Geduld mit ihnen haben - und vor allem mit uns selbst.“

Beschämt rückten der Ochse und der Esel ein Stück beiseite. Das Schaf hörte auf zu meckern, und der Engel versuchte vorsichtig, seine Harfe ein bisschen dichter an sich heranzuziehen.

„Sie hat recht“, flüsterte der Esel. „Wir sollten nicht nur darauf warten, dass die Menschen sich ändern. Wir müssen selbst das Licht bewahren.“

Augenblicklich veränderte sich die Stimmung in der Kiste und der Ochse hatte eine Idee. „Was denkt ihr“, fragte er, „sollen wir ein bisschen Licht in die Kiste bringen? Kennt ihr das Märchen von den Stadtmusikanten? Esel, komm her, spring auf meinen Rücken. Und dann du Schaf. Klettere auf den Rücken des Esels. Dann werde ich von unten schieben und wir heben mit vereinten Kräften den Deckel an.

Bald darauf stellte sich der Ochse stabil auf den Boden der Kiste. Der Esel wiederum stand auf seinen kräftigen Schultern und das kleine Schaf kletterte vorsichtig ganz nach oben.

Gemeinsam drückten sie mit ihren Rücken gegen den schweren Holzdeckel, der nicht fest verriegelt war und sich bald darauf mit einem leichten Knarzen öffnen ließ. Sogleich fiel ein strahlender Streifen Licht direkt aus dem Dachfenster in die Kiste hinein.

Zeitgleich hob sich die Stimmung unter ihnen, denn sie wussten, dass das Licht die Welt niemals verlassen wird.

Und so nahmen sie sich vor, aufeinander achtzugeben, bis es wieder Zeit war, den Menschen unten im Wohnzimmer von der großen Liebe zu erzählen.

Sie nahmen sich fest vor, untereinander den Frieden wahren - das ganze Jahr über.

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026

 

Nachwort: Es gibt in meinem Blog eine Geschichte, die mehr als alle anderen immer wieder aufgerufen wird und das ist diese hier: „Frieden ist wie Watte!“. Sie wurde inzwischen doppelt so oft aufgerufen, wie die Geschichte: „Glücksmomente zu verschenken“. Frieden und Glück sind Themen, die immer wieder einen Platz in meinen Geschichten erhalten werden. Ein bisschen auch deshalb, weil ich mich selbst immer wieder daran erinnern möchte, wie wichtig es ist, IN SICH den Frieden zu wahren und glückliche Momente wahrzunehmen. - Auch in die Geschichte „Echt jetzt?!“ sind Friedensgedanken eingeflossen. - Lasst uns nicht müde werden darin, den Frieden zu wahren und auch zu fordern, wo man ihn aus Machtgründen heraus gefährdet, denn: Glücklich zu sein ist unser Geburtsrecht! Das dürfen wir nicht vergessen!


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Donnerstag, 8. Januar 2026

Der kleine Unfugmacher

Weit entfernt von Städten und Lärm, inmitten einer glitzernden Schneelandschaft, lebte eine fröhliche SchneehasenfamiliePapa HoppelMama Möhre und ihre beiden Kinder, Lümmel und seine Schwester Flocke.

Der Bau der Familie lag versteckt unter einer alten Fichte. Die Eltern hatten sie mit Moos und weichen Blättern warm ausgepolstert.

Jeden Tag hüpften die beiden Hasenkinder voller Freude durch den tiefen Schnee. Ihre kleinen Pfoten hinterließen dabei lustige Spuren und ihre Ohren wippten im kalten Wind.

Lümmel war ein richtiger Wirbelwind! Kein Schneehügel schien ihm zu hoch und kein Streich zu verrückt.

An diesem Tag hatte er sich wieder etwas Lustiges einfallen lassen. Er rollte kleine Kugeln aus dem Schnee und machte daraus ein Schneehäschen. Anschließend stibitzte er aus der Vorratskammer zwei Möhren, die als Ohren für das Schneehäschen dienten.

Als Lümmel langweilig wurde, bewarf er seine Schwester mit einem Schneeball. Anschließend rutsche er die Mini-Schneelawine herunter. Flocke freute sich darüber und beide Hasenkinder kugelten sich lachend durch den Schnee.

Natürlich blieb dieser Spaß nicht unbemerkt, weshalb Papa aus dem Bau schaute. Er schüttelte seine langen Ohren und rief mit gespielter Strenge: „Ich zieh dir gleich das Fell über die Ohren, mein Junge!“

Mama Möhre schmunzelte. Sie wusste genau, dass Papa das nie ernst meinte – es war sein Lieblingsspruch, wenn sein Sohn wieder einmal Blödsinn machte.

Am Abend, als der Himmel in Rosa und Gold leuchtete, kroch die Hasenfamilie müde in ihren Bau. Flocke war noch ganz aufgewühlt von all den Erlebnissen des Tages, weshalb sie schlecht einschlafen konnte und als sie endlich schlief, schlich sich ein schrecklicher Traum in ihren Kopf. Sie sah ihren Bruder, der ganz allein, splitternackt und bibbernd vor Kälte draußen im Schnee stand. Flocke spürte, wie die Angst sie packte, und begann leise zu weinen.

Als Mama Möhre die Tränen bemerkte, rückte sie noch etwas näher an ihre Tochter heran und strich ihr beruhigend über das Ohr. Dann fragte sie sanft: „Was ist denn los, mein Schatz?“ Flocke erzählte schluchzend von ihrem Traum vom frierenden Bruder und vom Fell, das fehlte. Mama Möhre lächelte und drückte Flocke ganz fest an sich. „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen“, flüsterte sie liebevoll. „Dein Bruder ist frech und er bleibt immer unser kleiner Unfugmacher – aber stets mit warmem Fell und noch wärmerem Herzen. Und Papa meint das nie wirklich so, wie er immer sagt. Das weißt du doch.“

Am nächsten Morgen weckte Flocke ihren Bruder. Die Sonne glitzerte auf dem Schnee, und alles sah friedlich aus. Gemeinsam hüpften sie hinaus, bauten eine riesige Schneeburg mit einem geheimen Tunnel und veranstalteten ein Wettrennen um den größten Schneehügel. Lümmel dachte sich wieder kleine Streiche aus und Flocke half ihm lachend dabei.

Papa Hoppel beobachtete die beiden aus der Ferne, lachte und rief: „Ihr seid wirklich die wildesten Hasenkinder im ganzen Wald!“

Am Abend, als alle wieder im Bau zusammenrückten, erzählte Flocke stolz, wie tapfer sie den schlimmen Traum der letzten Nacht überstanden hatte. Und so beschloss die Familie, am nächsten Tag gemeinsam eine Schneeballschlacht zu machen und anschließend Karottenkekse zu essen.

Von diesem Tag an wusste Flocke, dass Träume manchmal erschreckend sein können, aber sie hatte auch gelernt, dass die Familie immer füreinander da ist.

Und so lebten sie glücklich und verspielt weiter, jeden Tag mit neuen Abenteuern, aber immer mit einem warmen Fell über den Ohren!

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026


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Dienstag, 6. Januar 2026

Zwischen Weihnachtskrippe und Tulpenstrauß

Heute lag draußen ein dünner Hauch Schnee auf den Dächern der Häuser. Es sah so aus, als habe die Natur ihnen eine weiße Mütze aufgesetzt. Thorsten war auf dem Heimweg von seinem ersten Arbeitstag nach den Festtagen und hatte den Eindruck, als habe ihn der graue Arbeitsalltag schon wieder eingesaugt. Deshalb freute er sich sehr auf einen gemütlichen Abend am Weihnachtsbaum - gemeinsam mit seiner Frau.

Als er jedoch mit kalten Händen die Wohnungstür öffnete, wehte ihm ein Hauch von … Frühling entgegen? Er blieb wie angewurzelt stehen. Kein leuchtender Stern war mehr zu sehen, kein Tannenduft, keine Krippe, kein Jesuskind. Stattdessen prangte auf dem Esstisch ein bunter Strauß Tulpen. Daneben standen zwei Sektgläser.

Annabelle!“, rief Thorsten mit aufgerissenen Augen, während er in die Küche spähte, „sag bitte, dass das hier ein Aprilscherz ist. Wo bitte ist die Krippe hin? Die Heiligen Drei Könige sind doch noch nicht einmal eingetroffen. Sie sind doch noch auf dem Weg – und du hast schon die Krippe abgebaut?“

Annabelle steckte den Kopf in den Kühlschrank, fischte nach einer Sektflasche und grinste. „Aprilscherz im Januar? Das wär doch aber verfrüht, oder nicht?“

Thorsten stemmte die Hände in die Hüften. „Du weißt doch, Traditionsbewusstsein und so! Am 6. Januar, da gehören die Weisen zu Jesus, und… und jetzt finden sie wahrscheinlich nicht mal mehr den Weg. Stell dir das mal vor: Kaspar, Melchior und Balthasar irren durch unser Wohnzimmer und finden … Tulpen!“

Annabelle verdrehte die Augen und setzte sich mitsamt der Sektflasche, die von Silvester übriggeblieben war, an den Esstisch. „Ach komm, dieses Jahr hatte ich einfach schon Lust auf was Frisches! Außerdem lagen die Tannennadeln überall herum. Vorhin beim Staubsaugen hätte ich fast einen Tannenzapfen mit eingesaugt.“

Thorsten musste schmunzeln. Das war wieder typisch seine Frau. Sie war immer für eine Überraschung gut. „Aber du weißt schon, dass der Frühling offiziell noch ein paar Wochen braucht“, meinte er dann. „Und außerdem – die Tulpen, die frieren sich doch bei diesem Wetter den Allerwertesten ab!“

Seine Frau grinste. „Also, wenn es sein muss, hol ich den Heizlüfter aus dem Schrank. Und übrigens: mach dir keine Sorgen um die Krippe, die Figuren habe ich in Seidenpapier eingewickelt, gaaanz vorsichtig in den Karton gelegt und wieder im Schrank verstaut. Du siehst, alles ist gut!“

„Na, das will ich auch hoffen, nicht das die Krippenpolizei bei uns klingelt und ein Bußgeld verhängt“, scherzte Thorsten.

Dann setzte er sich zu seiner Frau an den Tisch. „Also ehrlich, ich kenne keine fröhlichere Frühlingsbotin als dich. Selbst mitten im Winter.“

Annabelle legte ihren Kopf auf seine Schulter und meinte scherzhaft: „Und du bist der beste Weihnachtswächter von allen. Aber du weißt schon, dass du irgendwann das Loslassen üben musst – sonst stehen wir im März noch mit Lebkuchen im Wohnzimmer.“

Die beiden lachten so herzhaft, dass sogar die Tulpen auf dem Tisch zu grinsen schienen.

„Weißt du, Schatz“, sagte Annabelle, „die Vorfreude auf den Frühling macht das Grau draußen doch ein bisschen heller, oder meinst du nicht?“

Er nickte und deutete aufs Fenster. „Stimmt schon. Aber bis die Krokusse kommen, dauert’s noch – also decken wir uns lieber noch ein bisschen mit Tee und Kerzen ein.“

Annabelle erhob ihr Glas: „Auf den Frühling, der noch auf sich warten lässt – und auf die Heiligen Drei Könige, die vielleicht nächstes Jahr ein GPS bekommen.“

Und so verbrachten die beiden einen wunderbar heiteren Abend – irgendwo zwischen Weihnachtsnachklang und Frühlingsvorfreude.

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026

 

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Montag, 5. Januar 2026

Lachsröllchen mit Dill-Sahne

Annemarie und Gertrud waren seit Schulzeiten beste Freundinnen und zusammen hatten sie schon so viel erlebt. Sie hatten gemeinsam gelacht, aber auch geweint und die erste Liebe und die großen Abenteuer, die das Leben ihnen geboten hatte, miteinander geteilt.

Früher hatten sie immer zu viert Silvester gefeiert. Mal bei dem einen Paar, mal bei dem anderen. Inzwischen waren ihre Männer leider verstorben, doch die beiden lebenslustigen Frauen trafen sich nach wie vor häufig – und in jedem Fall auch am Silvesterabend.

Auch wenn sie jetzt zu zweit feierten, taten sie es mit Stil, Genuss und einer großen Prise Selbstironie.

Und so stand Anneliese am Silvesterabend mit einem Korb voller Köstlichkeiten vor Gertruds Tür. Das Wohnzimmer war festlich geschmückt, Kerzen flackerten und aus dem Radio dudelten leise Evergreens. Der Esstisch bog sich förmlich unter dem, was die beiden Frauen vorbereitet hatten: Es gab feine Lachsröllchen mit Dill-Sahne, einen bunten Wintersalat mit Granatapfelkernen, selbstgemachte Käse-Blätterteig-Schnecken und ein kräftiges Rinderfilet in Burgundersoße mit Rosmarinkartoffeln. Zum Nachtisch hatte Gertrud ihre berühmte Mousse au Chocolat gezaubert – „mit einem Schuss Amaretto, versteht sich!“

Zum Essen tranken sie einen halbtrockenen Riesling, der in den passenden Gläsern herrlich funkelte. Zwischendurch genehmigten sie sich ein kleines Gläschen Eierlikör – „für die Verdauung“, wie Annemarie grinsend meinte.

Um Mitternacht traten beide auf den Balkon und stießen mit prickelndem Sekt auf das Leben, die Freundschaft und ihre ungebrochene Lebenslust an. „Auf unsere Männer!“, sagte Gertrud und hob das Glas. „Und auf uns!“, ergänzte Annemarie, und beide wussten, wie wertvoll gemeinsam erlebte Momente sind.

Zurück am Tisch wurde das Lachen immer lauter und mit jedem weiteren Glas Wein und jedem Eierlikörchen rückten die guten Vorsätze für das neue Jahr immer näher.

Irgendwann, als die dritte Weinflasche fast geschafft war, seufzte Annemarie und zupfte am Bund ihrer Hose. „Sag mal, kneift dein Hosenbund auch so?“

„Ich glaube, das liegt am Rinderfilet“, meinte Gertrud lachend und nach einer kurzen Beratung beschlossen beide, dass im neuen Jahr alles anders werden musste. Sie bräuchten mehr Bewegung, mehr Sport, und eindeutig weniger Sahnesoße.

„Wir könnten uns in der kommenden Woche im Internet-Café treffen und nach Laufbändern schauen und nach den Preisen von Fitnessstudios“, schlug Gertrud vor.

„Das ist eine gute Idee und hübsche Sportklamotten brauchen wir natürlich auch!“, entgegnete Anneliese ein wenig zu laut.

Gertrud hob den Daumen: „Abgemacht!“

Und so saßen sie ein paar Tage später bei einem Cappuccino und googelten nach ‚günstigen Laufbändern‘ und staunten über die Preise in den Fitness-Studios und so entschieden sie, sich zunächst in den Geschäften nach Sportmode umzuschauen.

Es dauerte nicht lange und die beiden standen in knallbunten und knallengen Leggings mit glitzernden Turnschuhen und elastischen Stirnbändern vor dem großen Spiegel eines Kaufhauses.

„Das Pink steht dir ausgezeichnet!“, kicherte Gertrud.

„Und du mit den Streifen – fast wie in den Achtzigern!“, konterte Annemarie.

Sie drehten sich vor dem Spiel und brachen beide in schallendes Gelächter aus.

„Also ehrlich, Sport ist vielleicht doch nichts für uns“, erkannte Gertrud und Anneliese meinte lachend: „Ich finde, wir sehen aus wie zwei Flamingos auf Koks! – Weißt du was, wir sollten lieber ins Café gehen und uns ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte gönnen. Was meinst du?“

Gertrud stimmte umgehend zu und so ließen sie die Sportmode links liegen und saßen ein paar Minuten später vor einem großen Stück Torte.

„Weißt du was?“, sagte Gertrud mit einem zufriedenen Seufzer, „mit zwanzig hatten wir die Figuren und den Ehrgeiz. Jetzt haben wir die Erfahrung und das Wissen, wie man das Leben genießt.“

Annemarie prostete ihrer Freundin mit ihrer Kaffeetasse zu und beide erkannten, dass sportlicher Ehrgeiz zwar schön, aber gemeinsames Lachen und Genießen noch viel besser sind.

Als sie sich später voneinander verabschiedeten meinte Anneliese scherzhaft: „Lass uns nochmal gut überlegen, ob Yoga vielleicht etwas für uns wäre.“

Gertrud kicherte: „Oder Zumba!“

Die beiden zwinkerten sich zu, umarmten sich herzlich und wussten, dass wahre Freundschaft und Humor das beste Rezept sind - ganz egal, was die Waage oder der Hosenbund sagen.

 

© Martina Pfannenschmidt, 2026



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