Mittwoch, 17. Dezember 2025

Adventskalendergeschichte - Mittwoch, 17. Dezember

Als er der Elfe am späten Nachmittag von seinen Erlebnissen mit dem Hund erzählte, bemerkte Anela, dass den Jungen etwas bedrückte und sprach ihn direkt darauf an.

„Sag, Josch, gibt es etwas, das dir Sorgen macht? Du erzählst zwar sehr freudig von deinen Erlebnissen mit Filou, doch ich merke, dass dich etwas bedrückt.“

Diese Elfe. Man konnte ihr einfach nichts vormachen. Es war so, als schaue sie direkt in sein Herz hinein. Da machte es sowieso keinen Sinn, ihr etwas vorzumachen.

„Als wir vorhin im Park waren“, erzählte Joschua, „aber auch schon vorher im Haus von Frau Schmittke, dachte ich für einen kurzen Moment, Filou sei mein Hund. Aber ich weiß ja, dass es nicht so ist, und das hat mir einen kleinen Stich in den Bauch versetzt. Kannst du das verstehen?“

„Das kann ich sehr gut verstehen, Josch! Du wünschst dir schon lange einen Hund. Da kann ich es sehr gut nachvollziehen und ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn du für die Zeit, wenn du mit Filou unterwegs bist, so tust, als gehöre er dir. Ich würde sagen, das ist legitim.“

Legi – was?“

Die Elfe musste schmunzeln.

„Manchmal vergesse ich einfach, dass du erst 12 Jahre alt bist. Ich wollte damit nur sagen, dass ich es völlig in Ordnung finde. Gibt es sonst noch etwas, das du mir erzählen möchtest?“

Ne, echt! Das konnte nicht wahr sein. Weshalb bohrte sie noch weiter nach? Es konnte doch nicht sein, dass sie ALLES spürte, was ihn bewegte.

Die Elfe verkniff sich ein Lächeln, sah ihn stattdessen fragend an.

„Du weißt es doch schon!“, maulte Josch.

„Was weiß ich?“

„Dass ich mich über Julius geärgert habe.“

„Nein, das weiß ich nicht. Ich merke nur, dass da noch etwas in dir ist, was dich unruhig macht.“

„Julius hat heute gesagt, dass ich feige bin!“

„Oh! Das ist nicht besonders nett von ihm – und wie kam er zu dieser Erkenntnis?“

„Ich habe nur ganz kurz zu Emilia geschaut. Wirklich nur kurz und es hatte auch nichts zu bedeuten, aber Julius hat es in der ganzen Klasse herumposaunt und gesagt, ich sei zu feige, sie anzusprechen.“

„Und was ärgert dich daran, Joschua? Das er recht haben könnte?“

„Ich bin schon mutig, finde ich. Aber wenn es um Mädchen geht, halt nicht.“

„Okay! Verstehe! Möchtest du Emilia denn ansprechen?“

„Ich weiß ja gar nicht, was ich sagen soll. Das ist immer das Problem.“

„Okay! Verstehe!“

„Das hast du eben schon gesagt.“

„Du hast recht und wenn ich ganz ehrlich zu dir sein soll, verstehe ich dein Problem nicht wirklich. Also lass mich festhalten. Du kannst mit den Jungs in deiner Klasse sprechen, aber mit den Mädchen, oder im Speziellen Emilia, nicht? Das würde dann ja bedeuten, dass du …!“

„Nein, bin ich nicht! Vergiss es! Ich bin nicht verliebt!“, fiel Joschua der Elfe ins Wort.

Na, da hatte sie wohl ins Schwarze getroffen!

 

Fortsetzung folgt

 

 

 

 

 


4 Kommentare:

  1. Nein, er ist nicht verliebt, keinesfalls! Nun bin ich aber gespannt, wie sich das entwickeln wird, liebe Martina.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag, liebe Grüße
    Regina

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    1. Natürlich nicht - oder vielleicht doch? Oder nur ein gaaanz kleines bisschen? Man wird es bald erfahren. ;-)
      Ich hoffe, dir geht es heute wieder besser und schicke dir liebe Grüße!
      Martina

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  2. ui
    da kommt ja noch etwas ins Spiel..
    vielleicht kann die Fellnase bei dem Problem helfen ;)??
    LG
    Rosi

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