Als er der Elfe am späten Nachmittag von seinen Erlebnissen mit dem Hund erzählte, bemerkte Anela, dass den Jungen etwas bedrückte und sprach ihn direkt darauf an.
„Sag, Josch, gibt
es etwas, das dir Sorgen macht? Du erzählst zwar sehr freudig von deinen
Erlebnissen mit Filou, doch ich merke, dass dich etwas bedrückt.“
Diese Elfe. Man
konnte ihr einfach nichts vormachen. Es war so, als schaue sie direkt in sein
Herz hinein. Da machte es sowieso keinen Sinn, ihr etwas vorzumachen.
„Als wir vorhin im
Park waren“, erzählte Joschua, „aber auch schon vorher im Haus von Frau
Schmittke, dachte ich für einen kurzen Moment, Filou sei mein Hund. Aber ich
weiß ja, dass es nicht so ist, und das hat mir einen kleinen Stich in den Bauch
versetzt. Kannst du das verstehen?“
„Das kann ich sehr
gut verstehen, Josch! Du wünschst dir schon lange einen Hund. Da kann ich es
sehr gut nachvollziehen und ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn du für
die Zeit, wenn du mit Filou unterwegs bist, so tust, als gehöre er dir. Ich
würde sagen, das ist legitim.“
„Legi – was?“
Die Elfe musste
schmunzeln.
„Manchmal vergesse
ich einfach, dass du erst 12 Jahre alt bist. Ich wollte damit nur sagen, dass
ich es völlig in Ordnung finde. Gibt es sonst noch etwas, das du mir erzählen
möchtest?“
Ne, echt! Das
konnte nicht wahr sein. Weshalb bohrte sie noch weiter nach? Es konnte doch
nicht sein, dass sie ALLES spürte, was ihn bewegte.
Die Elfe verkniff
sich ein Lächeln, sah ihn stattdessen fragend an.
„Du weißt es doch
schon!“, maulte Josch.
„Was weiß ich?“
„Dass ich mich
über Julius geärgert habe.“
„Nein, das weiß
ich nicht. Ich merke nur, dass da noch etwas in dir ist, was dich unruhig
macht.“
„Julius hat heute
gesagt, dass ich feige bin!“
„Oh! Das ist nicht
besonders nett von ihm – und wie kam er zu dieser Erkenntnis?“
„Ich habe nur ganz
kurz zu Emilia geschaut. Wirklich nur kurz und es hatte auch nichts zu
bedeuten, aber Julius hat es in der ganzen Klasse herumposaunt und gesagt, ich
sei zu feige, sie anzusprechen.“
„Und was ärgert
dich daran, Joschua? Das er recht haben könnte?“
„Ich bin schon
mutig, finde ich. Aber wenn es um Mädchen geht, halt nicht.“
„Okay! Verstehe!
Möchtest du Emilia denn ansprechen?“
„Ich weiß ja gar
nicht, was ich sagen soll. Das ist immer das Problem.“
„Okay! Verstehe!“
„Das hast du eben
schon gesagt.“
„Du hast recht und
wenn ich ganz ehrlich zu dir sein soll, verstehe ich dein Problem nicht
wirklich. Also lass mich festhalten. Du kannst mit den Jungs in deiner Klasse
sprechen, aber mit den Mädchen, oder im Speziellen Emilia, nicht? Das würde
dann ja bedeuten, dass du …!“
„Nein, bin ich
nicht! Vergiss es! Ich bin nicht verliebt!“, fiel Joschua der Elfe ins Wort.
Na, da hatte sie
wohl ins Schwarze getroffen!
Fortsetzung folgt
Nein, er ist nicht verliebt, keinesfalls! Nun bin ich aber gespannt, wie sich das entwickeln wird, liebe Martina.
AntwortenLöschenIch wünsche dir einen schönen Tag, liebe Grüße
Regina
Natürlich nicht - oder vielleicht doch? Oder nur ein gaaanz kleines bisschen? Man wird es bald erfahren. ;-)
LöschenIch hoffe, dir geht es heute wieder besser und schicke dir liebe Grüße!
Martina
ui
AntwortenLöschenda kommt ja noch etwas ins Spiel..
vielleicht kann die Fellnase bei dem Problem helfen ;)??
LG
Rosi
Da hattest du aber einen guten Riecher! ;-)
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