Sonntag, 22. März 2020

Demut lernen


Liebe Leser meines Blogs!
In diesem Blog gab es bisher ‚nur‘ Geschichten oder Gedichte zu lesen. Ich habe es nicht mehr (so wie mein altes Blog) genutzt, um meine Gedanken mit euch zu teilen. Und ‚eigentlich‘ wollte ich das hier auch nicht mehr tun. Eigentlich! Doch in diesen Zeiten ist eben alles anders.
Viele bringen in diesen Tagen ihre Gedanken zu Papier und ich dachte: Auf meine Gedanken wird die Welt wohl kaum warten. Doch in den Posts schwingt so viel Kummer, Sorge und vor allen Dingen Angst mit, dass ich mich doch zu Wort melden möchte.
Wisst ihr, ich habe in den letzten Tagen viel nachgedacht. Schau mal an, dachte ich! Da gibt es die Freitagsdemonstrationen und die Bitte, doch die Flüge einzuschränken, um uns letztendlich nicht die Lebensgrundlage zu nehmen. Und scheinbar wurden die Bitten nicht erhört. - Und wenn doch? Zumindest wurde der Flugverkehr weitestgehend eingestellt. – Und die Folgen werden nicht nur negativ sein.
Meine Gedanken nehmen aber noch andere komische - kosmische - Wege. 
Was, wenn die Flüchtlinge, denen es nicht möglich war, eine Grenze zu passieren, sich gewünscht haben: Wenn doch all die Menschen, die uns hier stehen lassen, einmal selbst in die Lage kämen.
Und, was soll ich sagen – auch diese Wünsche scheinen sich erfüllt zu haben. Es ist uns nicht mehr so einfach möglich, eine Grenze zu Nachbarstaaten zu passieren.
Und dann sind da noch all die Kinder, deren Wunsch es war, dass Mama und Papa wieder mehr Zeit haben. – Was soll ich sagen! Sie haben wieder mehr Zeit!
Versteht ihr meine Gedanken? 
In einem Beitrag gestern in den Nachrichten fiel ein Wort, von dem ich denke, dass es eines der wichtigsten Wörter ist, das wir wieder lernen dürfen. Es ist das Wort: Demut! Genau das ist es, was wir aus all dem Dilemma herausziehen können.
Wir dürfen lernen, wieder demütiger zu sein: den Menschen gegenüber, der Natur gegenüber, aber - wie ich finde -, vor allem dem Göttlichen gegenüber.
Ein immer mehr und mehr musste eines Tages gestoppt werden. Klar, die Art und Weise hätten wir uns anders gewünscht. Die ‚Naturgesetze‘ liegen aber nicht in unserer Hand. Wenn wir das vergessen, werden wir daran erinnert und diese ‚Erinnerung‘ hat in diesem Fall wirklich dramatische  - und weltweite - Auswirkungen.
Das wirklich Schlimme - neben all den Toten, die diese Zeit fordert – wäre für mich, dass wir daraus nichts lernen.
Doch ich bin ziemlich sicher, dass ein ‚weiter so‘ nach dieser Zeit nicht mehr möglich sein wird. Aber das war wohl notwendig.
Der Sinn meines Posts soll sein: Habt Vertrauen in das göttliche Wirken, das von uns Menschen vielleicht nicht immer sogleich erkannt, vielleicht aber sogar ersehnt wurde, und lasst uns alle wieder demütiger werden!
Bleibt gesund und seht diese Zeit auch als Chance für eine (wie auch immer geartete) bessere Zukunft.


Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Martina,
    herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag!
    Hab einen schönen Tag!
    ♥️ Allerliebste Grüße, paß gut auf Dich auf und bleib gesund, Claudia ♥️

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  2. Guten Tag liebe Martina,
    ich freue mich, hier einen Beitrag zu lesen, der meinen eigenen Gedanken gleicht.
    Alles hat 2 Seiten und wenn man mal auf die erfreuliche Seite aufmerksam macht, erntet man Kopfschütteln.
    Demut und Akzeptanz sind wichtige Lernaufgaben. In diesem Sinne bleibt gesund und verliert die Hoffnung nicht.
    Alles Liebe wünsche ich Dir Martina.
    Helga


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    1. Liebe Helga, mir ist durchaus bewusst, dass meine Gedanken zum Thema Coronavirus nicht alle teilen, weshalb ich zunächst bezüglich einer Veröffentlichung gezögert habe. Deshalb freue ich mich umso mehr, eine gedanklich 'Verbündete' in dir zu haben. - Da ich der festen Überzeugung bin, dass hinter allem ein großer Sinn steckt, werde ich die Hoffnung nicht so schnell aufgeben. - Vor allen habe ich Hoffnung, dass die Menschen erkennen, warum es so gekommen ist.
      Alles Liebe auch für dich und sonnige Grüße!
      Martina

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