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Mittwoch, 26. August 2026

Eine (fast) wahre Geschichte (Vorankündigung)

Momentan habe ich das Gefühl, hin und wieder ein kleines bisschen aus der Jahreszeit zu fallen – und ich erzähle euch auch, warum das so ist.

 

Ich sitze auf dem Holzpodest und lasse meine Beine im Wasser des Pools baumeln. Der Himmel über mir ist blau, neben mir steht ein Glas Wasser, auf dem Kopf trage ich einen Sonnenhut und völlig unerwartet summe ich … ein Weihnachtslied.

Ganz leise natürlich, um nicht in Erklärungsnot zu geraten … zu spät … meine Tochter, die vor mir auf der Luftmatratze im Pool liegt, öffnet die Augen und sieht mich irgendwie komisch an.

„Mama“, sagt sie langsam, „hast du noch alle Kugeln am Christbaum?“

Ich ziehe die Sonnenbrille ein Stück nach unten und bemühe mich um einen sehr würdevollen Gesichtsausdruck.

„Selbstverständlich“, sage ich, „sogar die silbernen. Ich stimme mich nur ein.“

„Und auf was? Auf hitzefrei im Dezember?“

„Auf den Advent“, erkläre ich. „Der kommt nämlich früher, als man denkt.“

Meine Tochter blinzelt in die Sonne. „Der Advent kommt meines Wissens immer im Dezember.“

„So ist das!“, antworte ich. „Aber für die Hersteller von Schokoladennikoläusen oder Lebkuchen und auch für Menschen, die vierundzwanzig Geschichten schreiben wollen, beginnt er deutlich früher. Das braucht nämlich alles Vorlauf und Planung … und in meinem Fall ziemlich viele Notizen.“

„Notizen?“

„Ja“, bestätige ich, „viiiieeeele Notizen, denn auch in diesem Jahr wird es in meinem Blog wieder einen Geschichten-Adventskalender geben.“

Da war es ausgesprochen. Nicht zwischen Tannengrün und Kerzenschein, sondern zwischen Pool und Sonnenhut. Aber manchmal nehmen die schönsten Weihnachtsideen eben genau dort ihren Anfang, wo niemand mit ihnen rechnet.

Meine Tochter schweigt einen Moment. Dann grinst sie. „Also sitzt du am Pool und denkst dir Adventsgeschichten aus?“

„Ganz genau.“

„Und deshalb Weihnachtslieder?“

„So ist es … und ich weiß auch schon, dass es in diesem Jahr um Claudia und ihre Erlebnisse im Dezember gehen wird“, erwidere ich mit Stolz in der Stimme.

Sie schüttelt den Kopf und sagt, bevor sie sich von der Luftmatratze in den Pool fallen lässt: „Na dann hoffe ich mal, dass Claudia Schwimmflügel hat.“

‚Die wird sie nicht brauchen‘, denke ich, ‚aber Mut, den braucht sie. Und am Ende hat sie vielleicht mehr Advent im Herzen, als sie am Anfang für möglich gehalten hätte.‘

 

Im vergangenen Dezember gab es hier jeden Tag ein neues Stück einer fortlaufenden Geschichte zu lesen. Ein Türchen nach dem anderen öffnete sich und gemeinsam sind wir durch den Advent gegangen. Und weil mir das Planen und Schreiben und natürlich auch das gemeinsame Warten auf den nächsten Tag so viel Freude gemacht hat, wird es auch in diesem Jahr wieder einen Geschichten-Adventskalender geben. Diesmal begleiten wir Claudia.

Claudia bekommt am 1. Advent von ihrer Freundin einen selbstgemachten Adventskalender geschenkt. Aber hinter jedem Türchen wartet nicht etwa ein Stückchen Schokolade oder ein achtsamer Spruch, nein hinter jedem Türchen steckt eine kleine Herausforderung für Claudia … und ihr dürft sie Tag für Tag dabei begleiten, wenn ihr mögt!

Damit ist es also offiziell: Während draußen noch Sommer ist, wächst hier schon leise der Advent heran.

Noch riecht es mehr nach Chlor als nach Zimt, aber in meinem Kopf hat der Advent bereits begonnen – und das wollte ich euch gerne wissen lassen.

Und wenn ihr im Dezember wieder Lust habt, jeden Tag ein kleines Türchen aus Worten zu öffnen, dann freue ich mich schon jetzt, wenn ihr Claudia durch ihren besonderen Advent begleitet … und bis dahin summe ich weiter … recht leise, aber mit allen Kugeln am Christbaum! 😉